Zeitumstellung – Rückenwind für Gegner

EU-Umfrage | Über 4,6 Millionen Europäer haben über die Abschaffung der Zeitumstellung zwischen Sommer- und Winterzeit abgestimmt. Das Ergebnis, mehr als 80% sind für eine Abschaffung! Besonders Deutschland plädiert mit einer Teilnehmerzahl von 3 Millionen Bürger für eine Abschaffung der Umstellung zwei mal pro Jahr. Die Behörde in Brüssel prüft nun die Online-Umfrage. Nach Darstellung der Kommission soll das Ergebnis kein Referendum oder den alleinigen Ausschlag geben.

Wir haben uns schon einmal mit dem Thema beschäftigt und wollten herausfinden, ob die Zeitumstellung wirklich Energie spart? Mehr zu diesem Thema und weitere Hintergründe finden Sie im Beitrag: Zeitumstellung – Spart die Umstellung wirklich Energie?.


Sommer- oder Winterzeit?

Im Falle einer Abschaffung der Zeitumstellung muss EU-weit eine einheitliche Zeit festgelegt werden. Hierbei stellt sich die Frage ob Sommer- oder Winterzeit? Eine Umfrage in Österreich hat ergeben, dass 61% nach wie vor für die Zeitumstellung sind. Lediglich 23% sind für die Abschaffung. Für eine ganzjährige Sommerzeit haben sich rund 36% ausgesprochen, 29% der Befragten würden die Winterzeit bevorzugen. Interessant ist, dass im Falle einer Abschaffung, besonders die jüngere Generation die Sommerzeit bevorzugen. Gründe dafür sind vorallem länger Tageslicht für Freizeitaktivitäten im Sommer. Die Altersgruppe 60+ ist mehrheitlich gegen die Sommerzeit. Hintergrund dafür sind sicherlich viele bekennende Frühaufsteher. Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage:


Präsident Junker kündigt „ewige“ Sommerzeit an

Aktuell hat der Präsident der Europäischen Union Jean-Claude Juncker angekündigt, die Sommerzeit in der EU-Kommission zu werben. Seine Entscheidung bezieht er dabei auf das eindeutige Ergebiss der Online-Umfrage. „Es wäre sinnlos, die Menschen erst zu einem Thema zu befragen, und dann, wenn es einem nicht passe, dem nicht zu folgen“, so Junker. Jetzt ist die EU-Kommission gefordert möglichst rasch einen Gesetzes-Entwurf zu liefern.


Problematik der Abschaffung

Die Abschaffung der Zeitumstellung könnte zu einem „Zeit-Chaos“ innerhalb von Europa zur Folge haben. Den geplanten Gesetzesentwurf seitens EU ist nicht verpflichtend. In diesem Fall dürfen die Länder selber entscheiden, ob sie die Sommer- oder Winterzeit annehmen. Die derzeit zum Großteil einheitliche Zeitzone in der europäischen Union wäre somit Geschichte. Betroffen von den Folgen der unterschiedlichen Zeiten wären in diesem Szenario wieder die Unternehmen und die Bürger selbt.


Sommerzeit als Lösung?

Experten bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Sommerzeit und sind verwundert über den enormen Zuspruch für die Sommerzeit. Glaubt man den Experten, so ist ein Wechsel zur Sommerzeit theoretisch und praktisch unsinnig. Im Falle der Sommerzeit würde ein Tag im Winter eine Stunde früher beginnen bzw. die Sonne eine Stunde später aufgehen. Für viele Menschen wäre diese Tatsache bestimmt unangenehm, ihr Tag beginnt in tiefster Dunkelheit.

Ein Beispiel, in Österreich ist der Sonnenaufgang Ende Dezember um 7:45, so wäre dieser erst um 8:45. Schon in Paris spitzt sich die Lage zu. Derzeit ist der Sonnenaufgang in der Hauptstadt von Frankreich Ende Dezember um 8:44, im Falle der ewigen Sommerzeit wäre dieser erst um 9:44. Diese Fakten spiegen die Problematik der unterschiedlichen Zeiten in den verschiedernen Ländern wieder.


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