Unterversorgung im Stromnetz – Der Balkan Konflikt

Ein Konflikt zwischen Serbien und Kosovo hat in den vegangenen Wochen zu einer Unterversorgung im Energienetz geführt. Dadurch gab es eine Frequenzabweichung, welche auch in Kontinentaleuropa zu spüren war. Insgesamt waren 25 Länder in Europa betroffen berichtet der Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E).

In Europa liefert das Stromnetz kontinuierkich eine 50 Hz Spannung. Durch die Unterversorgung gab es Abweichungen von dieser Frequenz, dies geschieht normalerweise nur dann wenn besonders viel Strom aus dem Netz entzogen wird. In deisem Fall speisen die Netzbetreiber die Differenz nach um die Frequenz möglichst konstat zu halten. Der Konflikt zwischen Serbien und Kosovo erzeugte eine derart starke Unterversorgung welche die Frequenz deutlich abweichen lies.  Grund für den Konflikt seien anscheinend politische Unstimmigkeiten gewesen.

Der serbische Netzbetreiber EMS kritisierte den Betreiber KOSTT, welcher die Stromversorgung in Kosovo betreibt, stark. Dieser soll schon im Mitte Jänner unkontrolliert Energie aus dem Synchronbereich von Kontinentaleuropa ohne jegliche Gehnemigung entnomen haben. KOSTT habe somit gengen die internationalen Normen und Standards verstoßen. Erst nach internationalen Druck hat Kosovo die nicht genehmigten Entnahmen eingestellt. Serbien hat zur lösung des Problems als Verantwortlicher des Kontrollbereichs alle möglichen Ressourcen zu Verfügung gestellt. Der Betreiber KOSTT aus dem Kosovo ist aufgrund der aktuellen politischen Spannungen kein offizielles Mitglied der ENTSO-E.

Anders als Quarz- oder Funk-Uhren beziehen einfache Synchron-Uhren ihren Takt aus der normalerweise konstant bleibenden Frequenz im Stromnetz. Durch die Frequenzabweichung wurden auch in Europa viele Uhren negativ beeinflusst. Trotz der geringen Abweichungen war auf Radiowecker und anderen elektrischen Uhren die direkt vom Stromnetz versorgt werden kein Verlass. Ebenso waren Uhren auf Elektrogeräten, wie zum Beispiel an Herden und Mikrowellen, betroffen. Der Zeitunterschied betrug in Europa trotz gerninger Abweichungen bis zu 6 Minuten, nachstellen hilft nur kurzristig aufgrund der falschen Taktfrequenz.

Schon bald stimmt die Uhrzeit auch in Europa wieder – Der serbische Netzbetreiber EMS verkündete, dass Kosovo seit dem 03. März die Standards wieder erfüllt. Somit können alle elktronischen Uhren, welche direkt vom Netz versorgt werden, wieder richtig eingestellt werden.

 

 

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