Wärme

Wärme sparen mit optimierter Heizung

Die Heizungsanlage bietet oftmals großes Potential für Einsparungen und Optimierungen hinsichtlich der Energie- und Kosteneffizienz. Es muss nicht immer die neuerste und modernste Heiztechnologie eingesetzt werden, um einen effizienten Betrieb zu erreichen. Wesentlich sind oft nur die kleine Punkte um Leistungseinbußen oder störende Geräusche vermeiden zu können. Eine regelmäßige Wartung der gesmaten Heizungsanlage ist zwingend erforderlich um einen einwandfreien und effizienten Betrieb gewährleisten zu können. Kleinere Wartungsarbeiten können meist selber durchgeführt werden, ansonst ist es empfehlenswert einen regelmäßige Wartung durch einen Fachmann ausführen zu lassen.

 

Durch richtige Einstellung und regelmäßige Wartung können Energie und somit auch Kosten gespart werden. Wir haben die wichtigsten Punkte für einen effizienten Betrieb zusammengestellt:


Der Heizungscheck

Der Heizungscheck ist ein Prüfverfahren welches das Einsparpotential von Heizungsanlagen ermittelt. Interessant ist dieses Verfahren besonders für ältere Anlagen um herauszufinden, wie kostengünstig und ohne viel Aufwand eine deutliche Steigerung der Effizienz erreicht werden kann. Der Check umfasst die gesamte Anlage, insbesondere den Wärmeerzeuger, die Wärmeverteilung und die Wärmeabgabe. Hintergrund dieses Verfahrens ist die EU-Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ (EN15378). Konkret beinhaltet die Untersuchung folgende 10 Punkte:

  1. Abgasverlust des Wärmeerzeugers
  2. Oberflächenverlust des Heizkessels
  3. Ventilationsverlust – ist der Wärmeverlust im Abgassystem nach Abschalten des Kessels
  4. Begutachtung der Brennwertnutzung
  5. Prüfung der Dimensionierung – Entspricht der Kessel der Heizlast oder ist dieser überdimensioniert
  6. Funktion der Reglungseinrichtungen am Heizungskessel
  7. Hydraulischer Abgleich der Versorgungsstränge
  8. Heizungspumpen – Effizienz und Leistung
  9. Wärmedämmung der Rohrleitungen
  10. Wärmeübergabe – Raumregler bzw. Heizkörperventile werden inspiziert





Der hydraulischer Abgleich

Ist eine Heizungsanlage nicht hydraulisch abgeglichen bedeuted das eine Minderung der Energieeffizienz. Je älter eine Anlage ist, desto größer und auffälliger werden die anfallenden Betriebskosten und Probleme. Eine neue Heizungsanlage ist oftmals der „leichtere“ Ausweg, dabei lassen sich schon spürbare Verbesserungen mit kleinen Modernisierungsmaßnahmen erreichen, ohne gleich die komplette Heizung auszutauschen. Eine der sinnvollsten Maßnahmen ist der hydraulische Abgleich.

Heizkörper erwärmen sich nicht mehr gleichmäßig und auch nach dem Entlüften ist keine Leistungssteigerung der betroffenen Heizkörper zu verzeichnen, dann wird die Wärme in der Heizungsverteilung nicht mehr richtig aufgeteilt und ein hydraulischer Abgleich ist efroderlich. Dieser reguliert die Leistung der Heizungsanlage so, dass überall die Energiemenge ankommt, die jeweils am Verbrauch (z.B Heizkörper) benötigt wird. So wird vermieden, dass einzelne Verbraucher unter- bzw. überversorgt werden. Nach einer hydraulischen Einregulierung, wie der Abgleich auch genannt wird, werden alle Heizkörper einer Heizungsanlage mit der notwendigen Warmwassermenge und dem nötigen Druck versorgt.

Um so größer und komplexer die betroffene Heizungsanlage ist, desto wichtiger und ausschlaggebender ist ein hydraulischer Abgleich. Bei einer richtig ausgeführten Heizungsanlage ist die Einregulierung ein wesentlicher Bestandteil, egal ob Neubau, Zubau, Sanierung oder Bestandsanlage. Durch diese Möglichkeit der Optimierung und der bedarfsgerechten Ausnutzung des Heizpotential werden jährlich 5 bis 25% an Energie- und Heizkosten eingespart. Zusätzlich erhöht sich der Wohnkomfort und trägt durch wniger Ausstoß von Kohlendioxid aktiv zum Umweltschutz bei.


Heizkörper entlüften

Um die optimale Leistung von jedem Heizkörper gewährleisten zu können darf in diesem und auch in den Rohrleitungen keine Luft vorhanden sein. Zum Beginn der Heizperiode sollte deswegen die Heizkörper und auch andere Verbraucher, welche Luft enthalten können, kontrolliert und bei Bedarf entlüftet werden. Luft im Heizungssystem mindert die Heizleistung merklich und führt somit zu einem erhöhten Energieverbrauch und die damit verbunden Kosten.

Woran erkennt man, wenn es Zeit ist die Heizungsanlage zu entlüften? Luft in Verbrauchern oder Rohren erkennen Sie eindeutig an folgenden Merkmalen:

  • aus Rohren und/oder Verbrauchern (z.B. dem Heizkörper) werden blubbernde, glucksende oder rauschende Geräusche vernommen
  • der Heizkörper wird nur im Bereich des Wassereinlasses warm

Bevor eine Anlage entlüftet wird sollte der Druck in der Heizungsanlage am Manometer abgelesen werden. Dieser sollte sich im farbig markierten Normbereich befinden (Hinweis: der Anlagendruck ist von der Größe und Ausführung der Analage abhängig). Ist der Druck nicht ausreichend muss zuerst Wasser in die Anlage nachgefüllt werden. Generell sollte nach jedem Nachfüllen die Heizungsanlage entlüftet werden. Dabei sollte immer der Anlagendruck im Auge behaltet werden.

Heizkörper können einfach an dem meistverbreiteten kleinen Vierkantstift mit einem passenden Entlüftungsschlüssel aufgedreht werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, das Ventil nur soweit zu öffnen, bis die Luft zischend ausströmt. Wird darüber hinaus weitergedreht, besteht die Gefahr, dass das Ventil herausfällt und nun das Wasser ungehindert austreten kann. Ist alle Luft entwichen, drückt das Wasser durch die Öffnung und das Ventil sollte rasch wieder geschlossen werden. Um austretendes Wasser aufzufangen, empfiehlt es sich, ein Behältnis unter dem Entlüftungsventil zu postieren. Alternativ sind automatische Entlüftungsventile erhältlich, diese lassen die im System vorhandene Luft automitsch ausströmen. Die Umrüstung ist kostengünstig, ca. 50€ für ein Einfamilienhaus, und Erhöht dazu noch den Komfort.


Samrtes Heizkörperthermostat

Konventionelle Heizkörper lassen sich mit Hilfe von smarten Thermostatköpfen einfach und kostengünstig modernisieren. Über Bluetooth oder WLan können diese mit dem Smartphone bzw. einem Smart Home System programmiert und gesteuert werden. Dadurch steigt der Bedienungskomfort und nebenbei kann man damit einfach Energie und somit Kosten sparen.




Moderne Heizkörperthermostate lassen sich schnell und einfach nachrüsten. Die Auswahl der Heizungssteuerungen reichen vom einfachen Einsteigergerät bis hin zu einem komplett vernetzten Samrt Home. Beim Nachrüsten muss lediglich auf die Verbindung zwischen Heizkörperventil und Thermostatkopf geachtet werden. Oft sind passende Adapter im Lieferumfang bereits enthalten. Hersteller solcher Produkte versprechen eine Reduzierung der Heizkosten von bis zu 31%.

Die günstigsten programmierbaren Heizkörperthermostate kosten im Schnitt ca. 10 Euro und sind in jedem Fachmarkt erhältlich. Diese sind direkt mit einem Regler und meist einer digitalen Anzeige ausgestattet. Die Energieversorgung erfolgt bei diesen Modellen über eine Batterie, welche ungefähr 6 Monate bis zu 2 Jahren halten können. Nachteil dieser Thermostate ist die etwas aufwändigere Einrichtung. Jedes Heizkörperthermostat muss einzel eingestellt werden. Dabei können für jeden Tag bzw. Tageszeiten verschiederene Heizwerte programmieren. Über die kleinen Bedienknöpfe und das unübersichtliche Menü kann das Einstellen oft mühselig werden.

Heizkörperthermostat mit Bluetooth oder WLan

Alternativ gibt es zu den konventionell programmierbaren Heizkörperthermostate welche mit Bluetooth und/oder WLan Funktion. Optisch und funktional unterscheiden sich diese Produkte voneinander kaum. Jedoch ist die Einrichtung wesentlich komfortabler und einfacher. Alle möglichen Einstellungen werden bequem über ein App am Smartphone konfiguriert und gespeichert. Somit hat auch ein Batteriewechsel der Thermostatköpfe keinen Einfluss mehr auf die Einstellungen. Ebenfalls ein Vorteil ist die Möglichkeit, schnell per Handy manuell eingreifen zu können, ohne jedesmal zum Heizkörper laufen zu müssen. Bluetooth Heizkörperthermostate bzw. Thermostatköpfe mit WLan kosten sind ab ca. 20 Euro erhältich.

 

Smart Home – Heizkörperthermostat

Noch komfortabler als Heizkörperthermostate mit Bluetooth-Verbindung sind Regler, die sich in ein Smart Home integrieren lassen. Hier stehen vor allem zwei Vorteile im Vordergrund: Die Heizkörperthermostate lassen sich zum einen aus der Ferne überwachen und steuern. Zum anderen ist es problemlos möglich, die Regler mit anderen Geräten zu kombinieren. Ein mit dem Heizkörperthermostat verbundener Fensterkontakt beispielsweise sorgt dafür, dass sich die Heizung automatisch abschaltet, sobald Sie ein Fenster öffnen.

Für die Smarthome Variante ist der Hersteller „tado“ sehr zu empfehlen. Dieser bietet Starterkits schon ab ca. 140 Euro an. Zusätzlich können die Produkte von tado mit dem Amazon Echo Dot verbunden und konfigriert werden.

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Fazit:

Mit einem smarten Heizkörperthermostat kann man normale Heizkörper moderner und effizienter gestalten. Mit geringem Montageaufwand erreicht man einen höheren Komfort und besser Effizienz. Aufgrund der geringen Investitionskosten eignet sich dieses System nicht nur für private Wohnhäuser sondern auch für Wohnungsmieter. Wer tiefer in die Tasche greift, kann sein Eigenheim mit einem intelligenten Samrt Home System vernetzen und somit unnötige Heizkosten vermeiden.

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