Standby – versteckte Stromkosten sparen!

Der Standby Modus ist praktisch – von der Couch aus ein Knopfdruck auf die Fernbedienung – Fernseher, Musikanlage und Bluy Ray Player legen in Sekunden los.

Nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur zahlt jeder Haushalt durchschnittlich 115€ allein für den Standby Betrieb sämtlicher Elektrogeräte im Haushalt. Viele Geräte wie TV, PC, Waschmaschine, Stereoanlagen, Router, Kaffemaschine, etc. verbrauchen auch nach dem Ausschalten Strom.

Für Verbraucher ist die völlig geheime Leistungsaufnahme kaum bemerkbar (evtl. gibt das Gerät Wärme ab; fühlen Sie auf der Rückseite nach). Viele Geräte zeigen durch eine kleine Lampe an, dass diese im Standby sind. Wer es genau wissen will, muss selbst mit Hilfe eines Messgerätes nachmessen nachmessen. Dabei ist zu beachten, dass die gemessene Leistung in fast allen Fällen viel höher ist als die vom Hersteller angegebene Leistung.

Hersteller von Elektrogeräten geben die sogenannte Wirkleistung an, meistens in Watt (W) angegeben. Gemessen und auch gezahlt wird die Gesamtleistung, diese wird Scheinleistung bezeichnet. Die Scheinleistung ist die geometrische Summe aus Wirkleistung und Blindleistung. Weil zum Aufbau und Abbau eines Feldes eine Leistung wieder ans Netz zurückgegeben wird, bezeichnet man diese als Blindleistung. Ein Motor baut in seinen Spulen dauerhaft ein Magnetfeld auf und wieder ab. Durch den wiederkehrenden Feldaufbau entsteht jedes mal eine Belastung, die Blindleistung, für das Stromnetz.

 

Unser Tipp:

  • Steckdosenleiste mit Kippschalter verwenden (bzw. Elektrogeräte vom der Steckdose trennen)
  • Vermeidung von unnötigen, stundenlange Standby Betrieb bei Geräten welche mit einem Netzschalter abgeschaltet werden können
  • Standby Killer verwenden (erkennt automatisch wenn sich das angeschlossene Gerät im Standby befindet und trennt die Stromverbindung)
  • Beim Kauf auf einen geringen Stromverbrauch im Standby achten
  • Im Urlaub oder bei längeren Fernbleiben von Zuhause alle Geräte von der Steckdose trennen
  • Ladegeräte von Handy’s oder anderen Geräten immer ausstecken
  • Kleingeräte mit Solarzellen verwenden (z.B. Taschenrechner oder Uhren mit Solrazellen)

Das Pilotprojekt – Einsparzähler

Zum Thema Energiesparen gibt es ein interessantes Pilotprojekt namens „Einsparzähler“ von dem Unternehmen Discovergy GmbH. Dieser intelligente Zähler erfasst alle Stromverbräuche im Haushalt und das in Echzeit. Die Werte werden online mit anderen Nutzern verglichen und analysiert. Jeder Nutzer bekommt monatlich einen persönlichen Energiebericht sowie individuelle Handelsoptionen um effektiv Strom einsparen zu können. Der Verbraucher erhält somit einen guten Überblick über die anfallende Stromkosten und hat einen guten Referenzwert im Vergleich zu anderen Haushalten. Mitmachen können Haushalte und Unternehmen mit einem Stromverbrauch von 3.000 bis 10.000 Kilowattstunden pro Jahr, vorausgesetzt diese erzeugen selber keinen Strom mittels Photovoltaik oder BHKW.

Hier ein monatlicher Energiebericht zur Analysierung der Werte für den Kunden:

Grafik: Discovergy GmbH

 

Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema finden sie auf dem Blog von energynet.


Fazit:

Ob kleine oder große Geräte – mit weniger oder mehr Stromverbrauch im Standby – Stromfresser gibt es in jedem Haushalt. Viele kleine versteckte Verbraucher summieren sich in Summe und können auf ein Jahr gesehen doch einen erheblichen Betrag kosten. Mit wenig Aufwand und einfachen Tricks sowie Verhaltensregeln können Sie bewusst Energie und Kosten sparen. Einen Beitrag zu den größten Stromfressern im Haushalt finden Sie hier.

 

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