Kälte sorgt für Rekord bei der Energieversorgung

Die Kältewelle sorgt auch in Österreich für einen extremen Anstieg des Energiebedarfs. Schon am Anfang dieser Woche verkündete die Wien Energie das sämtliche Kraftwerke bereits auf Hochtouren laufen. Gestern wurde in der Morgenspitze der Rekordbedarf, welcher seit 1969 besteht, gebrochen.

 

 

Seit dem Jahr 1969 wurde in Wien noch nie soviel Energie gebraucht wie am 1. März 2018. Die Kraftwerke produzierten für die Spitzenlasten rund 2.414 Megawatt bei einer Temperatur von -11,1 Grad und förderten so rund 150.000 Kubikmeter Heißwasser in das Fernwärmenetz. An einem durchschnittlichen Wintertag in Wien beträgt die Wärmeleistung lediglich ca. 1.600 Megawatt. Dieser erhöhter Energiebedarf ist nicht nur auf die extreme Kälte zurückzuführen, sondern auch die Tatsache das die Wien Energie heute rund 50.000 Kunden mehr mit Energie versorgt als noch vor sechs Jahren. Der Energielieferant versorgt 380.000 haushalte und 6.800 Unternehmen mit Fernwärme. Bisher wurde auf Grund des milden Winters etwa 10-15% weniger Energie als noch im Vorjahr verbraucht.

Rund 600.000 Kunden heizen in Wien mit Gas, das enstspricht rund der Hälfte aller Gasverbraucher in Österreich. Aufgrund von Zahlungsverzügen werden jährlich tausende Verträge gekündigt. Im Jahr 2016 wurden 2.600 Kunden gekündigt und somit der Gashahn abgedreht. Damit in diesen eisigen Tagen niemand frieren muss versichert die Wien Energie die Gasversorgung vorerst auch für säumige Haushalte nicht zu stoppen. Dieses Angebot gilt vorerst bis Ende nächster Woche. Auch der oberöstereichische Energieversorger, die Energie-AG,unterstützt Haushalte mit geringem Einkommen die Kältewelle zu überstehen. In Kooperation mit einer oberösterreichischen Sozialorganisation hat die Energie-AG ein Modell ausgearbeitet, welches eine durchgehnde Energieversorgung in diesen extremen Zeiten. Vorrausetzung ist, dass sich Betroffene aktiv bei dem Kooperationspartner melden.

 

Für Obdachlose sind die derzeitigen Wetterverhältnisse lebensbedrohlich. Deswegen wurde von der Caritas und vom Fond Soziales Wien Notquartiere und Wärmestuben eingerichtet. Täglich werden in diesen Obdachloseneinrichtungen rund 600 warme Mahlzeiten zubereitet und an Bedürftige verteilt. Zusätzlich sind auch vermehrt Streetworker der Caritas im Einsatz und verteilen Schlafsäcke und warme Kleidung.

Das Frieren ist bald vorbei – Schon am Wochenende endet laut einer Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in ganz Österreich die Kältewelle. Für Sonntag prognostizieren die Meteorologen frühlingshafte Temperaturne von bis zu 13 Grad.

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